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(Deutsch) Ragna Schirmer über das Projekt

(Deutsch) »Ich habe noch so viel Musik im Kopf, aber ich bekomme sie nicht auf Papier«. Dieser von Ravel überlieferte Satz, der uns noch heute bis ins Mark erschüttert, markiert den Wendepunkt im Leben des berühmten Komponisten. Maurice Ravel (1875-1937) wächst als Sohn eines Ingenieurs auf, umgeben von mechanischem Spielzeug und den Erfindungen seines Vaters. Er liebt klare Strukturen, zu viel Kontakt zur Außenwelt meidet er. Die in jungen Jahren angestrebte Pianistenlau2ahn gibt er auf, weil er meint, mit der Konkurrenz technisch nicht mithalten zu können. Dafür etabliert er sich als Komponist und, obwohl schon früh als großes Talent gehandelt, gelingt es ihm nie, den so ersehnten »Prix de Rome« zu erhalten. Ravel zieht sich in eine obsessive Beziehung zur Musik zurück. Sie ist die von ihm bezeichnete »Liebe seines Lebens«. Viele seiner weltbekannten Werke entstehen zu Beginn des 20. Jahrhunderts, so auch der Klavierzyklus »Miroirs« (1904/05) und die Trilogie »Gaspard de la Nuit« (1908) über Gedichte von Aloysius Bertrand (1807–1841). Den Ausbruch des Ersten Weltkriegs erlebt Ravel zunächst mit der damals typischen patriotischen Begeisterung, ist aber von seinen Erlebnissen an der Front schockiert und entsetzt. 1917 stirbt die Mu6er, bei der er bis dato wohnte. Er zieht daraufhin zum Bruder, der 1920 heiratet und ihn nicht mehr im Haus haben möchte. Maurice Ravel kauft ein Haus 30 km von Paris entfernt und lebt allein. Von Beziehungen oder Affären ist nichts bekannt.

Zu diesem Zeitpunkt klagt Ravel bereits über Krankheitssymptome, Kopfschmerzen, motorische Ausfälle, Gedächtnislücken, er hält sich in verschiedenen Genesungskliniken auf. Ob der Auslöser für seine Beschwerden eine degenerative Hirnerkrankung oder eine Infektionskrankheit gewesen sein mag, ist bis heute ungeklärt. Die sogenannte »Seelentaubheit«, eine Form der Agnosie, nimmt Maurice Ravel das, was ihm so wichtig ist: die Kontrolle. Entgegen anders lautender Empfehlungen der Ärzte stürzt er sich in seine Arbeit und unternimmt 1928 eine viermonatige strapaziöse Amerikatournee.

Ein Unfall in einem Pariser Taxi 1932 verschlimmert schließlich seinen Zustand dramatisch. Er kann zeitweise keinen Stift mehr führen oder vergisst, wie er heißt. 1937 unterzieht sich Maurice Ravel verzweifelt einer Gehirnoperation, an der er verstirbt.

Ich bin sehr dankbar dafür, in den Genuss gekommen zu sein, mit dem Puppentheater Halle diese Inszenierung über das vielschichtige Leben Maurice Ravels einstudieren zu dürfen. In dem biographischen Theaterstück von Christoph Werner verkörpere ich die Musik, nach der sich Ravel sehnt. Die Theaterbühne wird durch einen diagonalen Spiegel geteilt, der je nach Lichteinfall transparent oder undurchdringbar ist. Hinter dem Spiegel steht der Flügel. So trennen sich Innen- und Außenwelt, so ist es möglich, verbale biographische und nonverbale musikalische Szenen nebeneinanderzustellen. Die lebensecht wirkenden Puppen, die jedem Zuschauer eine empathische Vertiefung abverlangen, intensivieren das Erleben. Während Ravel immer kränker wird, vermengen sich die Ebenen des Innen und Außen, verschwimmen geradezu. Durch Videoprojektionen, unter anderem eines Zeichentrickfilms über den ersten Weltkrieg, wird die Inszenierung zum Strudel, Verzweiflung und Hoffnung steigern sich zum Wahn. So vollzieht der Zuschauer den Leidensweg Ravels mit.
Während des Theaterstücks interpretiere ich die beiden Zyklen »Miroirs« und »Gaspard de la Nuit«. Das von Ravel oft verwendete Thema »Spiegel« korrespondiert so direkt mit der Inszenierung. Die bildhafte Musik fügt sich ein und gewinnt zugleich noch an Spannung. Dabei ist spürbar, dass die Kunst des Puppenspiels und die Interpretation von Musik durchaus viele Parallelen aufweisen und zu einem großen Zauber verschmelzen. Der dämonische »Scarbo« aus »Gaspard de la Nuit« in Gestalt einer Puppe schließlich ist es, der Ravel auf die Seite des Bösen hinüberlockt. Er quält ihn, er quält seine Musik und holt den Komponisten zu sich, zum Tod. Doch dort wendet sich Ravel wieder der Musik zu – und wird erlöst.

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